top of page

Handwerk warnt: Sprit-Entlastung nur kurzfristig – „Strohfeuer statt Lösung“

Brandenburg – Die vom Koalitionsausschuss angekündigten Entlastungen bei den Spritpreisen sorgen in Brandenburg für unterschiedliche Reaktionen. Während das Handwerk deutliche Kritik äußert, sieht die Junge Union wichtige Schritte in die richtige Richtung.


Handwerk spricht von „Strohfeuer“

Der Präsident des Handwerkskammertages Land Brandenburg, Robert Wüst, bewertet die geplante Senkung der Energiesteuer um rund 17 Cent pro Liter zwar grundsätzlich als richtiges Signal.


Aus seiner Sicht bleibe die Maßnahme jedoch wirkungslos, wenn sie nur kurzfristig angelegt sei.


Gerade in einem Flächenland wie Brandenburg seien Handwerksbetriebe auf verlässliche Rahmenbedingungen angewiesen.


Viele Unternehmen müssten täglich weite Strecken zurücklegen und seien daher besonders stark von Energiepreisen abhängig. Entscheidend seien deshalb langfristige Entlastungen und mehr Planungssicherheit.


Auch weitere angekündigte Maßnahmen sieht das Handwerk kritisch. Kartellrechtliche Schritte könnten eine umfassende Energie- und Standortstrategie nicht ersetzen.


Die steuerfreie Prämie für Beschäftigte sei für viele Betriebe kaum finanzierbar, während die geplante Einkommensteuerreform erst ab 2027 greife – für viele Unternehmen zu spät.


Junge Union begrüßt klare Entlastungssignale

Deutlich positiver fällt die Bewertung der Jungen Union Brandenburg aus. Die Landesvorsitzende Laura Strohschneider sieht in den Beschlüssen wichtige Signale für Bürgerinnen und Bürger.


Die geplante Absenkung der Energiesteuer sei ein entscheidender Schritt, um kurzfristig spürbare Entlastungen zu schaffen. Gerade im Alltag komme diese Maßnahme direkt bei den Menschen an – insbesondere in einem Flächenland wie Brandenburg.


Auch die angekündigte Reform der Einkommensteuer bewertet die Junge Union als wichtigen Baustein für mehr Leistungsgerechtigkeit. Ziel sei es, insbesondere kleine und mittlere Einkommen zu entlasten und Anreize für Arbeit und Verantwortung zu stärken.


Zwei Perspektiven auf dieselben Maßnahmen

Damit zeigt sich ein klares Spannungsfeld: Während die Junge Union die Maßnahmen als notwendige und richtige Entlastungsschritte hervorhebt, kritisiert das Handwerk deren fehlende Nachhaltigkeit und strategische Tiefe.


Aus Sicht der Betriebe fehlen weiterhin gezielte Impulse für Investitionen, Digitalisierung und Fachkräftesicherung. Zudem könnten steigende Sozialabgaben – etwa im Zuge von Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung – die wirtschaftliche Lage zusätzlich verschärfen.


Forderung nach langfristiger Strategie

Unterm Strich bleibt die Bewertung gespalten: Die Beschlüsse setzen aus politischer Sicht kurzfristige Entlastungssignale, werden aus wirtschaftlicher Perspektive jedoch als unzureichend angesehen.


Ob die Maßnahmen tatsächlich zur Stabilisierung von Betrieben und zur Entlastung der Bevölkerung beitragen, dürfte sich erst in den kommenden Monaten zeigen.

Kommentare


Flämont Logo (hell)

Gemäß § 19 des Umsatzsteuergesetzes (UStG) wird keine Mehrwertsteuer ausgewiesen, da unser Unternehmen der Kleinunternehmerregelung unterliegt.

© 2026 Flämont - eine Marke von Gosciniak & Bettermann Ads & Publishing GbR | Teltow-Fläming | Impressum | Datenschutz | AGB

bottom of page