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Herzblut, Jazz und klare Botschaft: Blankenfelde-Mahlow ehrt seine stillen Helden

Blankenfelde-Mahlow - Ein verregneter Nachmittag draußen – doch im Festsaal der Grünen Passage herrschte am Sonntag beste Stimmung:


Beim traditionellen Frühlingskonzert der Gemeinde rückten nicht nur musikalische Talente ins Rampenlicht, sondern vor allem jene Menschen, ohne die das Gemeindeleben kaum funktionieren würde – die Ehrenamtlichen.


Jazz trifft Engagement

Den musikalischen Rahmen setzte das Landesjugendjazzorchester Brandenburg (LaJJazzO Junior) unter der Leitung von Jörg Vollerthun.


Bild: Gemeinde Blankenfelde-Mahlow


Die jungen Musiker brachten mit spürbarer Spielfreude und einem abwechslungsreichen Programm aus Swing, Bigband und modernem Jazz den Saal schnell auf Betriebstemperatur. Trotz grauer Wetterlage draußen zog im Inneren spürbar der Frühling ein.


Doch so mitreißend die Musik auch war – im Mittelpunkt standen an diesem Nachmittag andere: Bürgerinnen und Bürger, die sich seit Jahren, oft im Verborgenen, für das Gemeinwohl einsetzen.


„Fundament unseres Zusammenlebens“

Bürgermeister Michael Schwuchow fand in seiner Ansprache klare und zugleich wertschätzende Worte. Das Ehrenamt sei das „Fundament unseres Zusammenlebens“ und Ausdruck von Solidarität.

Bild: Gemeinde Blankenfelde-Mahlow


Die Geehrten würden die Gemeinde in ganz unterschiedlichen Bereichen prägen – im Sport, in der Kultur oder im sozialen Miteinander – und das mit etwas, das sich nicht kaufen lasse: Herzblut.


Gleichzeitig verband der Bürgermeister seine Worte mit einem deutlichen Appell an die Kommunalpolitik. Ehrenamtliches Engagement frage nicht nach parteipolitischem Nutzen, sondern nach dem Wohl der Gemeinschaft.


Dieser Geist müsse wieder stärker Maßstab politischen Handelns werden.


Vielfalt des Engagements sichtbar gemacht

Im Anschluss rückten die Geehrten selbst in den Fokus – und mit ihnen die beeindruckende Bandbreite ehrenamtlicher Arbeit in Blankenfelde-Mahlow.


So wurde Marina Kieschnick für ihr langjähriges Engagement rund um den Dahlewitzer Familienadvent sowie ihre Arbeit in der Kirchengemeinde und im internationalen Hilfsverein „HilfsWaise e. V.“ ausgezeichnet.


Mit Michael Becke ehrte die Gemeinde ein echtes Urgestein der Freiwilligen Feuerwehr Blankenfelde. Seit 1995 aktiv, habe er insbesondere als Jugendwart Generationen von Nachwuchskräften geprägt und Werte wie Kameradschaft und Verlässlichkeit vermittelt.


Auch Horst Gäbert wurde gewürdigt – als Chronist und Gestalter seines Heimatortes Glasow.

Mit historischen Führungen, Vereinsarbeit und Engagement für das Dorfleben verbinde er Vergangenheit und Gegenwart auf besondere Weise.


Im sportlichen Bereich steht Ulf Ninnemann seit zwei Jahrzehnten für kontinuierliche Nachwuchsarbeit beim BSC Preussen 07. Neben Training und Organisation vermittle er jungen Menschen vor allem Teamgeist und Fairness.


Nicht anwesend, aber dennoch geehrt wurde Kerstin Trebus, die sich in Groß Kienitz vielseitig engagiert – von Organisation über Vereinsarbeit bis hin zur sozialen Vernetzung im Ort.


Engagement für Geschichte und Gemeinschaft

Ein besonderer Fokus lag zudem auf dem Verein „Historisches Dorf Dahlewitz“. Seit Jahrzehnten setzt sich dieser für den Erhalt und die Pflege ortsprägender Strukturen ein – von Bauwerken bis hin zu kulturellen Projekten.


Stellvertretend wurden Dietmar Bocksch, langjähriger Vorsitzender und Chronist, sowie Ursel Griesbach, die mit ihrem Engagement Ausstellungen und kulturelle Projekte prägt, ausgezeichnet.


Auch Kommunalpolitik ist Ehrenamt

Ein weiterer Teil der Ehrung galt dem kommunalpolitischen Engagement. Die Gemeinde würdigte Michael Pfahler und Michael Wedel für ihr langjähriges Wirken in Ausschüssen und Gremien.


Beide stehen beispielhaft für jene, die sich oft abseits der Öffentlichkeit mit komplexen Themen wie Bauplanung, Umweltfragen oder Bildungsangeboten befassen – und damit entscheidend zur Entwicklung der Gemeinde beitragen.


Ein Abend mit Signalwirkung

Nach den Auszeichnungen gehörte die Bühne wieder dem Jazz-Nachwuchs, der den Nachmittag musikalisch ausklingen ließ.


Doch die eigentliche Botschaft der Veranstaltung blieb deutlich: Das gesellschaftliche Leben vor Ort wird maßgeblich von Menschen getragen, die Verantwortung übernehmen – freiwillig und oft ohne große Bühne.


Die nächste Ehrung ist bereits geplant: In zwei Jahren will die Gemeinde erneut engagierte Bürgerinnen und Bürger auszeichnen. Vorschläge können jederzeit eingereicht werden.

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