Wenn Wut zu Kunst wird: Bewegender Workshop bringt Frauen zusammen
- Redaktion

- 24. März
- 2 Min. Lesezeit
Rangsdorf - Zerbrochenes Porzellan, bestickte Stoffe – und am Ende ein gemeinsames Kunstwerk: In Rangsdorf hat ein außergewöhnlicher Workshop gezeigt, wie aus Emotionen etwas Verbindendes entstehen kann.
Begegnung über Kulturen hinweg
Zwei Tage lang trafen sich Frauen aus insgesamt sechs Nationen im GEDOK-Haus in Rangsdorf. Im Mittelpunkt stand der Kunstworkshop „Zu Tisch!“, bei dem persönliche Geschichten, kulturelle Traditionen und Erfahrungen geteilt wurden.

Die Teilnehmerinnen – unter anderem aus Somalia, Jemen, Afghanistan, Honduras, Deutschland sowie eine Palästinenserin – tauschten sich über ihre Rollen im Leben aus: als Mütter, Töchter, Großmütter oder Enkelinnen.
Dabei ging es nicht nur um Gemeinsamkeiten, sondern auch um Herausforderungen und Emotionen, die im Alltag oft unausgesprochen bleiben.
Wut als Ausgangspunkt
Der Workshop setzte bewusst auf starke Bilder und Handlungen. So wurde zunächst ein gemeinsames Tischtuch bestickt und ein Tisch gedeckt – ein Symbol für Zusammenkunft und Austausch.

Doch es blieb nicht nur bei der Harmonie: Die Teilnehmerinnen warfen Geschirr zu Boden und verliehen so ihrer Wut Ausdruck. Ein ungewöhnlicher, aber bewusst gewählter Moment.
Aus den Scherben entstand anschließend etwas Neues: ein Mosaik, das als gemeinsames Kunstwerk den Tisch schmückt.
Kunst als Zeichen der Solidarität
Unter Anleitung der Performance-Künstlerin Annette Paul entwickelte sich aus den einzelnen Geschichten und Emotionen ein gemeinsames Bild.
Der Workshop war Teil der Brandenburgischen Frauenwochen sowie der Internationalen Woche gegen Rassismus und stand unter dem Motto „WTF – Wut trifft Feminismus“.
Bei der Abschlusspräsentation wurde das entstandene Kunstwerk feierlich enthüllt.
Der gestaltete Tisch soll künftig einen festen Platz in der Gemeinde erhalten – als sichtbares Zeichen für Zusammenhalt, Austausch und gegenseitige Unterstützung.
Auch Vertreter aus Politik und Gesellschaft, darunter die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises sowie Rangsdorfs Bürgermeister, begleiteten den Abschluss.
Mehr als ein Workshop
Das Projekt zeigt: Kunst kann Brücken bauen – zwischen Kulturen, Generationen und Lebensrealitäten.
Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen setzt Rangsdorf damit ein klares Signal für Dialog und Zusammenhalt.
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