Acht weitere Jahre: Stefan Scheddin offiziell im Amt
- Redaktion

- 16. Jan.
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Nuthe-Urstromtal - Die nächsten acht Jahre können beginnen: Stefan Scheddin hat am 15. Januar 2026 offiziell seine zweite Amtszeit als Bürgermeister der Gemeinde Nuthe-Urstromtal angetreten. Wie die Märkische Allgemeine Zeitung berichtet, wurde der parteilose Verwaltungschef in der Gemeindeverwaltung im Ortsteil Ruhlsdorf feierlich vereidigt. Die Vereidigung nahm die Vorsitzende der Gemeindevertretung, Jovita Galster-Döring, vor.

Scheddin hatte die Bürgermeisterwahl im vergangenen Jahr mit einem außergewöhnlich deutlichen Ergebnis gewonnen. Gegen seinen Mitbewerber Rajko Prill setzte er sich mit 92,9 Prozent der Stimmen durch. Auffällig war dabei auch die hohe Wahlbeteiligung von 71,7 Prozent – ein Wert, der für ein starkes kommunalpolitisches Interesse in der flächenmäßig größten Gemeinde ohne Stadtrecht in Deutschland spricht.
Breites Vertrauen aus der Gemeinde
In ihrer Ansprache gratulierte Galster-Döring dem Bürgermeister zur Wiederwahl. Ein solches Ergebnis spreche für sich und komme nicht von ungefähr, zitierte die Märkische Allgemeine die Vorsitzende der Gemeindevertretung. Es sei Ausdruck eines breiten Vertrauens der Bürgerinnen und Bürger in die bisherige Arbeit des Bürgermeisters.
In seiner Antrittsrede, über die ebenfalls die MAZ berichtete, nutzte Scheddin die Gelegenheit für grundsätzliche politische Einordnungen. Mit Blick auf die internationale Lage sprach er von einer zunehmend angespannten Weltpolitik und bezeichnete insbesondere den Nahen Osten als „Pulverfass“. Auch in Deutschland nähmen die wirtschaftlichen Herausforderungen zu; moralisch wachse das Land, wirtschaftlich sei jedoch eine gegenteilige Entwicklung zu beobachten, so der Bürgermeister laut MAZ.
Kritische Worte fand Scheddin zudem zur Debatte um die sogenannte Brandmauer. Er bezeichnete diese zwar als inzwischen „majestätisches Bauwerk“, machte jedoch zugleich deutlich, dass aus seiner Sicht vor allem konsequentes politisches Handeln auf Bundesebene notwendig sei, um Unzufriedenheit und Extremismus wirksam zu bekämpfen. Unabhängig davon bleibt die klare Abgrenzung gegenüber der AfD aus Sicht vieler demokratischer Kräfte ein unverzichtbares Fundament für Stabilität, Verlässlichkeit und den Schutz der kommunalen Demokratie.
Für die Arbeit vor Ort leitete Scheddin daraus einen klaren Anspruch ab. Je unruhiger und konfliktreicher die Weltlage werde, desto besonnener müsse kommunal gehandelt werden, so der Bürgermeister. Fraktionsübergreifende Zusammenarbeit bleibe dabei ein zentrales Leitmotiv. Konkrete Projekte nannte er bei der Amtseinführung noch nicht, wie die MAZ festhielt.
Rückhalt für den Amtsinhaber
Rückendeckung erhielt Scheddin auch aus der CDU. In einem Social-Media-Beitrag zur Amtseinführung erklärte Danny Eichelbaum, er habe gemeinsam mit dem CDU-Kreistagsabgeordneten Felix Menzel an der Vereidigung teilgenommen. Eichelbaum würdigte die Wiederwahl als „starkes Vertrauenssignal der Bürgerinnen und Bürger“ und bezeichnete Scheddin als einen Bürgermeister der Tat, der mit Engagement, Bodenständigkeit und Nähe zu den Menschen arbeite. Das Wahlkampfmotto „Von Mensch zu Mensch“ sei bei ihm gelebte Praxis.

Gerade angesichts der besonderen Struktur von Nuthe-Urstromtal – mit 341 Quadratkilometern Fläche die größte Gemeinde ohne Stadtrecht in Deutschland – brauche es einen starken, verlässlichen Bürgermeister, so Eichelbaum weiter. Er wünschte Scheddin für die kommenden Jahre weiterhin viel Erfolg und Kraft für die verantwortungsvolle Arbeit vor Ort.
Mit dem Beginn seiner zweiten Amtszeit hat Stefan Scheddin nun acht weitere Jahre Zeit, seine politischen Vorstellungen für Nuthe-Urstromtal umzusetzen. Das klare Wahlergebnis und die breite Unterstützung aus der Gemeinde und der Kreispolitik zeigen: Der Rückhalt ist groß – die Erwartungen ebenfalls.
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