Azubi-Ticket kehrt zurück: Handwerk spricht von „sehr guter Nachricht“
- Redaktion

- 19. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Brandenburg - Das Azubi-Ticket für Busse und Bahnen soll in Brandenburg wieder eingeführt werden. Darauf haben sich nach Angaben des Handwerkskammertages die Regierungsparteien SPD und CDU verständigt.
Zum neuen Ausbildungsjahr im September 2026 soll das Angebot gemeinsam mit Berlin starten. Auszubildende würden dann statt bisher 63 Euro nur noch 37,80 Euro im Monat für das Deutschland-Ticket zahlen – ermöglicht durch einen Landeszuschuss. Das frühere Azubi-Ticket war Ende 2024 ausgelaufen.
„Genau die Anschlusslösung, die wir fordern“
Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Potsdam und des Handwerkskammertag Land Brandenburg, begrüßte die Pläne ausdrücklich.
Das brandenburgische Handwerk sehe darin eine „sehr gute Nachricht“ und genau die Anschlusslösung, die seit langem gefordert werde.
Für viele Auszubildende entscheide bezahlbare Mobilität darüber, ob Betrieb, Berufsschule und weitere Lernorte zuverlässig erreicht werden könnten. Gerade im Flächenland Brandenburg mit teils langen Wegen sei das ein entscheidender Faktor.
Gleiche Chancen für berufliche Bildung
Bührig betonte zudem, das Ticket sei ein wichtiger Baustein für die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung. Eine einheitliche, kostengünstige Lösung im Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) solle künftig nicht nur Studierenden, sondern auch Auszubildenden zugutekommen.
Das stärke die Attraktivität der dualen Ausbildung im Land.
Entscheidend sei nun, dass die politischen Zusagen schnell verbindlich würden und die Umsetzung unbürokratisch erfolge.
Handwerk als starke Säule im Land
Der Handwerkskammertag Land Brandenburg ist der Zusammenschluss der Handwerkskammer Cottbus, der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg und der Handwerkskammer Potsdam.
Er vertritt nach eigenen Angaben über 37.000 Handwerksbetriebe mit rund 154.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz liege bei knapp 18,4 Milliarden Euro.
Mit der geplanten Rückkehr des Azubi-Tickets setzt die Landespolitik aus Sicht des Handwerks ein Signal für faire Rahmenbedingungen in der Ausbildung – gerade in Zeiten, in denen viele Betriebe händeringend Nachwuchs suchen.
.png)



Kommentare