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Bahnfrust in Rangsdorf: Keine Entlastung in Sicht – Pendler müssen bis 2027 warten

Rangsdorf – Wer täglich auf die Bahn angewiesen ist, braucht derzeit vor allem eines: Geduld. Eine kurzfristige Verbesserung der angespannten Verkehrssituation ist nicht in Sicht. Das geht aus einer aktuellen Mitteilung der Gemeinde Rangsdorf hervor.


Bereits am 10. Februar hatte die Gemeindevertretung beschlossen, den Druck auf das Land Brandenburg zu erhöhen und sich für bessere Bahnverbindungen sowie einen stärkeren öffentlichen Nahverkehr einzusetzen.


Bürgermeister Klaus Rocher wandte sich daraufhin gemeinsam mit Zossens Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly an das zuständige Ministerium sowie den Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg.


Ernüchternde Antwort aus dem Ministerium

Die Rückmeldung aus Potsdam fiel jedoch deutlich zurückhaltend aus. Demnach seien die Kapazitäten auf den betroffenen Strecken aktuell stark eingeschränkt – vor allem aufgrund der Bauarbeiten rund um die Dresdner Bahn.


Auch ein möglicher Ersatzverkehr wurde geprüft, aber wieder verworfen: Busse könnten mit den Zügen des RE8 nicht mithalten, da diese die Strecken trotz Einschränkungen schneller bedienen würden. Ein Schienenersatzverkehr sei daher nicht sinnvoll umsetzbar.


Nur noch stündlich: Angebot deutlich reduziert

Für Pendler besonders bitter: Das ursprünglich bestellte Angebot von drei Verbindungen pro Stunde in der Hauptverkehrszeit kann aktuell nicht realisiert werden. Stattdessen bleibt es vorerst bei einer stündlichen Anbindung durch den RE8.


Das bedeutet konkret: weniger Flexibilität, längere Wartezeiten und weiterhin hohe Belastung – insbesondere für Berufspendler aus Rangsdorf und der Region.


Hoffnung erst ab 2027

Eine Verbesserung ist zwar in Aussicht – allerdings nicht kurzfristig. Erst mit Abschluss der Bauarbeiten im Bereich des Bahnhofs Zossen soll das reguläre Angebot schrittweise

zurückkehren.


Geplant ist unter anderem:

  • die ganztägige Verlängerung der RB24 bis Wünsdorf-Waldstadt

  • zusätzliche Verbindungen der RB10 in der Hauptverkehrszeit bis Zossen


Nach aktuellem Stand könnte dies jedoch erst ab dem 9. März 2027 umgesetzt werden.


Pendler bleiben im Wartemodus

Bis dahin bleibt die Situation angespannt. Die Bemühungen der Kommunen zeigen zwar, dass das Thema politisch angekommen ist – eine schnelle Lösung scheint derzeit aber nicht realistisch.

Für viele Pendler bedeutet das: weiter improvisieren, weiter planen – und vor allem weiter warten.

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