Gebietstausch besiegelt: Rangsdorf und Zossen ebnen Weg für neue Umgehungsstraßen
- Redaktion

- 17. Apr.
- 2 Min. Lesezeit
Rangsdorf/Zossen – Ein Schritt mit weitreichenden Folgen für die Verkehrsinfrastruktur im Süden von Berlin: Die Gemeinde Rangsdorf und die Stadt Zossen haben einen Gebietstausch vertraglich vereinbart. Ziel ist es, zentrale Straßenbauprojekte endlich voranzubringen – insbesondere die geplanten Umgehungsstraßen für Groß Machnow und Dabendorf.
Unterschriften im Rathaus – ein formaler, aber entscheidender Schritt
Am 13. April unterzeichneten Rangsdorfs Bürgermeister Klaus Rocher und Zossens Bürgermeisterin Wiebke Şahin-Connolly den entsprechenden Vertrag im Rangsdorfer Rathaus.
Damit wurde die Grundlage geschaffen, um dringend benötigte Verkehrsprojekte planerisch umzusetzen.
Konkret geht es um die Ortsumfahrung von Groß Machnow sowie die sogenannte Nord-Umfahrung Dabendorfs. Beide Maßnahmen sollen langfristig für eine Entlastung der Ortskerne sorgen und den Verkehrsfluss in der Region verbessern.
Warum Rangsdorfer Flächen benötigt werden
Für die Umsetzung der Projekte ist jedoch ein Eingriff in bestehende Gemeindegrenzen notwendig. So sollen Flächen aus der Gemarkung Groß Machnow künftig Zossen zugeschlagen werden.
Dabei handelt es sich laut Mitteilung um landwirtschaftlich genutzte Flächen sowie bestehende Verkehrsflächen.
Der Hintergrund: Die geplante Umgehungsstraße muss an die Bundesstraße 96 angebunden werden – eine zentrale Verkehrsachse in der Region. Ohne den Gebietstausch wäre diese Anbindung in der vorgesehenen Form nicht realisierbar.
Beschlusslage reicht zurück bis 2025
Der aktuelle Schritt kommt nicht überraschend. Bereits Ende April 2025 hatte die Gemeindevertretung Rangsdorf den Bürgermeister beauftragt, einen entsprechenden Gebietsänderungsvertrag vorzubereiten.
Mit der nun erfolgten Unterzeichnung ist das Verfahren jedoch noch nicht abgeschlossen.
Der Vertrag wird zunächst der Kommunalaufsicht zur Genehmigung vorgelegt.
Erst nach deren Zustimmung und der offiziellen Bekanntmachung tritt der Gebietstausch tatsächlich in Kraft.
Infrastrukturprojekt mit Signalwirkung
Der Gebietstausch ist mehr als ein formaler Verwaltungsakt – er ist ein Baustein für die langfristige Verkehrsplanung in der Region.
Gerade die Ortsdurchfahrten in Groß Machnow und Dabendorf gelten seit Jahren als belastet. Entlastungsmaßnahmen stehen daher politisch wie gesellschaftlich unter Druck.
Ob und wann die geplanten Umgehungsstraßen tatsächlich realisiert werden, hängt nun maßgeblich von den weiteren Genehmigungs- und Planungsverfahren ab.
Klar ist jedoch: Mit dem Gebietstausch haben Rangsdorf und Zossen eine zentrale Hürde aus dem Weg geräumt.
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