Handwerk begrüßt Reform im Vergaberecht: Weniger Bürokratie bei öffentlichen Aufträgen
- Redaktion

- 21. Feb.
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Landkreis Teltow-Fläming / Potsdam - Das brandenburgische Handwerk begrüßt die Pläne von Daniel Keller, das sogenannte Best-Bieter-Prinzip im Vergaberecht des Landes rechtlich zu verankern. Das teilte der Handwerkskammertag Land Brandenburg mit.
Weniger Papierkram für Betriebe
Konkret soll das Best-Bieter-Prinzip vorsehen, dass – soweit möglich – nur noch der voraussichtlich erfolgreiche Bieter seine Eignung nachweisen muss.
Unternehmen würden damit in Vergabeverfahren von der generellen Vorlage umfangreicher Nachweise und Unterlagen entlastet.
Gerade für kleinere und mittelständische Handwerksbetriebe, wie sie auch im Landkreis Teltow-Fläming in Städten wie Luckenwalde, Zossen oder Ludwigsfelde zahlreich vertreten sind, könnte das eine spürbare Erleichterung bedeuten. Öffentliche Ausschreibungen gelten bislang häufig als bürokratisch und zeitintensiv.
„Wichtiger Schritt für fairere Verfahren“
Der Hauptgeschäftsführer des Handwerkskammertages Land Brandenburg, Ralph Bührig, erklärte, die Einführung des Best-Bieter-Prinzips sei ein wichtiger Schritt für fairere und praxistauglichere Vergabeverfahren in Brandenburg.
Wenn Nachweise erst vom Bestbieter nachgereicht werden müssten, entlaste das viele Handwerksbetriebe spürbar und mache die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen einfacher und schneller.
Zugleich betonte Bührig, entscheidend sei, dass bei der öffentlichen Auftragsvergabe Qualität, Zuverlässigkeit und regionale Wertschöpfung stärker berücksichtigt würden – und nicht allein der Preis. Öffentliche Aufträge müssten für Betriebe aller Größen erreichbar sein.
Bedeutung für die Region
Im Landkreis Teltow-Fläming sind zahlreiche Handwerksbetriebe tätig – vom Baugewerbe über Elektrotechnik bis zum Kfz-Handwerk. Sie sind regelmäßig an kommunalen Bauvorhaben, Sanierungen oder Infrastrukturprojekten beteiligt und damit unmittelbar von vergaberechtlichen Änderungen betroffen.
Der Handwerkskammertag Brandenburg ist ein Zusammenschluss der Handwerkskammern Cottbus, Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg und Potsdam. Er vertritt nach eigenen Angaben über 37.000 Handwerksbetriebe mit rund 154.000 Beschäftigten und einem Jahresumsatz von knapp 18,4 Milliarden Euro.
Ob und wann die geplante Reform konkret in Kraft tritt, ist bislang offen. Klar ist jedoch: Das Handwerk im Land verbindet mit dem Vorhaben die Hoffnung auf weniger Bürokratie und mehr Chancengleichheit bei öffentlichen Aufträgen.
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