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Kreistag entscheidet über Schulentwicklungsplanung: Kritik an Datengrundlage vor Abstimmung

Landkreis Teltow-Fläming – Am 27. April 2026 befasst sich der Kreistag mit der 2. Teiländerung der Schulentwicklungsplanung für den Zeitraum 2022 bis 2027. Bereits im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport am 16. April wurde die Vorlage diskutiert.


Im Vorfeld der Entscheidung hat der FDP-Kreisvorsitzende und Kreistagsabgeordnete Marcel Lietsch Kritik an der Planung geäußert.


In einer Pressemitteilung spricht er von „Ungereimtheiten“ und sieht insbesondere bei den zugrunde liegenden Annahmen und Daten Nachbesserungsbedarf.


Kritik an Bevölkerungs- und Schülerprognosen

Nach Angaben Lietschs berücksichtige die Planung den Zuzug in den nördlichen Teil des Landkreises nicht ausreichend. Insbesondere die Entwicklung durch Zuziehende aus Berlin sowie Nachverdichtungen im Bestand würden aus seiner Sicht zu wenig einbezogen.


Zudem werde die Altersstruktur der Bevölkerung auf Basis der bestehenden Einwohner berechnet. Dies könne dazu führen, dass der Anteil von Kindern in der Prognose unterschätzt werde, da Zuziehende erfahrungsgemäß häufiger Familien mit Kindern seien.


Situation in Blankenfelde-Mahlow im Fokus

Ein weiterer Schwerpunkt der Kritik betrifft die Gemeinde Blankenfelde-Mahlow. Dort sieht Lietsch eine strukturelle Unterversorgung bei weiterführenden Schulen.


Nach seiner Darstellung finden nicht alle Schülerinnen und Schüler einen Schulplatz vor Ort und weichen auf andere Standorte aus.


Die Fortschreibung dieses Schulwahlverhaltens in der Planung könne dazu führen, dass der tatsächliche Bedarf am Wohnort nicht vollständig abgebildet werde.


Hinweise zur Methodik der Planung

In der vorliegenden Stellungnahme werden zudem methodische Aspekte angesprochen.


Dazu zählen unter anderem die Zusammenfassung von Altersgruppen, die nicht vollständig mit den Schulstufen übereinstimmen, sowie eine fehlende gesamtplanerische Betrachtung der Schulstandorte im Nordraum des Landkreises.


Aus Sicht des Verfassers der Stellungnahme erschwere dies eine differenzierte und belastbare Bedarfsplanung.


Forderung nach Überarbeitung

Lietsch spricht sich dafür aus, die Planung in der vorliegenden Form nicht zu beschließen, sondern zur Überarbeitung in den zuständigen Ausschuss zurückzuverweisen.


Ziel solle eine präzisere Datengrundlage sowie eine stärkere Berücksichtigung der tatsächlichen Einzugsgebiete und Entwicklungen sein.


Entscheidung im Kreistag steht bevor

Die abschließende Entscheidung über die 2. Teiländerung der Schulentwicklungsplanung trifft der Kreistag am 27. April. Die Planung bildet die Grundlage für zukünftige Maßnahmen im Schulbereich des Landkreises.

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