Mehr Flüge in der Flughafenregion – SPD fordert Konsequenzen
- Redaktion

- 25. Feb.
- 2 Min. Lesezeit
Landkreis Teltow-Fläming - Die Entwicklung der Flugbewegungen in den Abend- und Morgenstunden am Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) ist Gegenstand einer Kleinen Anfrage im Brandenburger Landtag gewesen.
Zwei SPD-Landtagsabgeordnete hatten Zahlen zu Starts und Landungen in den sogenannten Tages- und Nachtrandstunden abgefragt.
Hintergrund ist die Regelung im Planfeststellungsbeschluss, wonach der Flugverkehr zur Nachtkernzeit (0:00 bis 5:00 Uhr) hin abnehmen und danach wieder ansteigen soll.
Zahlen für 2024 und 2025
Nach Angaben der Landesregierung wurden im Jahr 2024 zwischen 22:00 Uhr und 23:00 Uhr insgesamt 7.093 Landungen registriert. In der Stunde zwischen 21:00 Uhr und 22:00 Uhr lag die Zahl darunter.
Zwischen 23:30 Uhr und 0:00 Uhr wurden 569 Landungen gezählt. Für das erste Halbjahr 2025 ergeben sich nach Angaben der Landesregierung vergleichbare Entwicklungen in den abgefragten Zeitfenstern.
Die Nachtkernzeit selbst – von 0:00 bis 5:00 Uhr – bleibt weiterhin für den regulären Linienflugverkehr gesperrt. In den Randstunden gelten mengenmäßige Beschränkungen durch die sogenannte Nachtverkehrszahl.
Position der Landesregierung
Die Landesregierung erklärt in ihrer Antwort, dass das aktuelle Flugaufkommen insgesamt weiterhin deutlich unter den im Planfeststellungsverfahren zugrunde gelegten Prognosewerten liege.
Die Gemeinsame Obere Luftfahrtbehörde Berlin-Brandenburg (LuBB) halte die bestehenden Beschränkungen für wirksam und ausreichend. Die zulässige Nachtverkehrszahl sei bislang nicht überschritten worden.
Für das Jahr 2024 wurden in den nachtverkehrszahlrelevanten Zeitfenstern unter anderem 2.772 Bewegungen zwischen 23:00 Uhr und 23:30 Uhr sowie 563 zwischen 23:30 Uhr und 0:00 Uhr erfasst.
Aus Sicht der Landesregierung bestehe daher derzeit kein zusätzlicher Handlungsbedarf.
Kritik aus der SPD-Fraktion
Die beiden SPD-Abgeordneten kommen zu einer anderen Bewertung. In einer Presseinformation erklären sie, die Zahlen zeigten, dass der Flugverkehr in den Abendstunden vor Mitternacht nicht in dem Maß zurückgehe, wie es im Planfeststellungsbeschluss angelegt sei.
Eine der Abgeordneten verweist darauf, dass es im Jahr 2024 durchschnittlich rund 40 Flugbewegungen pro Nacht gegeben habe.
Ihre Kollegin kritisiert zudem Überlegungen, das Nachtflugverbot weiter zu lockern, und spricht sich für eine Ausweitung der bestehenden Regelungen aus.
Auswirkungen auf die Region
Gemeinden im südlichen Berliner Umland – darunter Blankenfelde-Mahlow, Rangsdorf sowie Teile von Großbeeren – liegen unter An- und Abflugrouten des BER.
Die Frage, wie sich die Flugbewegungen in den Randstunden entwickeln und wie diese rechtlich einzuordnen sind, dürfte daher auch weiterhin politisch diskutiert werden.
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