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Millionenförderung für Lückenschluss: Glasfaser-Offensive für Teltow-Fläming

Teltow-Fläming - Mit einem Förderbescheid über 74 Millionen Euro Bundesmittel ist der Startschuss für eine der größten Infrastrukturmaßnahmen der vergangenen Jahre im Landkreis Teltow-Fläming gefallen. Überreicht wurde der Bescheid am Mittwoch, 14. Januar 2026, vom Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung, Karsten Wildberger (CDU). Die Förderung erfolgt im Rahmen des sogenannten Graue-Flecken-Programms nach der Gigabit-Richtlinie 2.0 des Bundes und wird durch rund 45 Millionen Euro Lande

smittel ergänzt. Insgesamt stehen dem Landkreis damit etwa 119 Millionen Euro für den Glasfaserausbau zur Verfügung.


Bild: Landkreis Teltow-Fläming
Bild: Landkreis Teltow-Fläming

Mehr als schnelles Internet: ein Standortfaktor

Gefördert werden Gebiete, in denen zwar Internetanschlüsse vorhanden sind, diese jedoch nicht den heutigen Gigabit-Anforderungen entsprechen. Für Unternehmen, Handwerksbetriebe, Schulen und Verwaltungen wird eine leistungsfähige digitale Infrastruktur zunehmend zum Standortfaktor. Glasfaseranschlüsse bis ins Gebäude (FTTB/FTTH) gelten dabei als technische Grundlage für Homeoffice, Cloud-Anwendungen, digitale Bildungsangebote und eine moderne, effiziente Verwaltung.


Landrätin Kornelia Wehlan (Die Linke) erklärte, der "Glasfaserausbau eröffnet dem Landkreis Teltow-Fläming neue Entwicklungsmöglichkeiten" und schaffe vergleichbare Lebens- und Arbeitsbedingungen in Stadt und Land. Gerade für die ländlich geprägten Regionen Teltow-Flämings sei dies ein entscheidender Schritt, um langfristig attraktiv zu bleiben.


Warum das Graue-Flecken-Programm entscheidend ist

Während frühere Förderprogramme vor allem sogenannte „weiße Flecken“ ohne jegliche Internetversorgung adressierten, setzt das Graue-Flecken-Programm bei bestehenden, aber veralteten Netzen an. Kupferleitungen stoßen insbesondere bei steigender Datennachfrage schnell an physikalische Grenzen. Der aktuelle Förderansatz schließt damit eine Lücke, die viele Regionen bislang trotz formaler Internetanbindung ausgebremst hat.


CDU begrüßt Förderbescheid

Auch aus Sicht der CDU ist der Förderbescheid ein wichtiger Schritt für die Zukunft des Landkreises. Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Danny Eichelbaum (CDU) begrüßte die Förderung in einem Social-Media-Beitrag ausdrücklich. Leistungsfähiges Internet sei heute eine "Grundvoraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung, moderne Verwaltung, gute Bildung und eine hohe Lebensqualität" – sowohl in den Städten als auch im ländlichen Raum.


Bild: Danny Eichelbaum
Bild: Danny Eichelbaum

Eichelbaum verwies darauf, dass das Graue-Flecken-Programm gezielt dort ansetze, wo bestehende Anschlüsse den heutigen digitalen Anforderungen nicht mehr gerecht würden. Mit den Bundesmitteln aus der Gigabit-Richtlinie 2.0 und den ergänzenden Landesmitteln von rund 45 Millionen Euro werde gezielt in Ortsteile und Gemeinden investiert, die bislang unterversorgt seien. Als CDU setze man sich konsequent für eine starke digitale Infrastruktur im gesamten Landkreis Teltow-Fläming ein, erklärte Eichelbaum.


Der Haken: Geduld bleibt gefragt

Trotz der hohen Fördersumme wird der Glasfaserausbau nicht kurzfristig abgeschlossen sein. In den kommenden Monaten stehen detaillierte Planungen, Ausschreibungen und Vergabeverfahren an. Erfahrungsgemäß ist insbesondere der Tiefbau zeitintensiv. Der Landkreis kündigt an, abschnittsweise vorzugehen und regelmäßig über Zeitpläne und Fortschritte zu informieren.


Das Projekt ist Teil der Gigabitstrategie des Bundes, die Deutschland bis 2030 flächendeckend mit leistungsfähigen Glasfasernetzen versorgen soll. Für Teltow-Fläming eröffnet der Förderbescheid die Chance, digital nicht nur aufzuholen, sondern dauerhaft Anschluss zu halten – wirtschaftlich, gesellschaftlich und infrastrukturell.


Die Fördermillionen markieren einen Wendepunkt für die digitale Infrastruktur im Landkreis. Entscheidend wird nun sein, dass Planung und Umsetzung zügig, transparent und bürgernah erfolgen.

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