Streit um Abwassergebühren: Gemeinde sorgt für Klarheit bei Abrechnung
- Redaktion

- 19. März
- 2 Min. Lesezeit
Rangsdorf - Die steigenden Gebühren für die Entsorgung aus Sammelgruben sorgen in Rangsdorf weiterhin für Diskussionen. Nach einer Einwohnerversammlung in Klein Kienitz hat die Gemeinde nun gemeinsam mit dem zuständigen Zweckverband für mehr Transparenz bei der Abrechnung gesorgt.
Kritik aus der Bürgerschaft
Ausgangspunkt war die Einwohnerversammlung am 29. Januar in Klein Kienitz. Dort hätten Anwohnerinnen und Anwohner laut Gemeinde insbesondere die gestiegenen Kosten sowie mögliche Unklarheiten bei der Abrechnung der entsorgten Abwassermengen kritisiert.
Die Forderung: nachvollziehbare und transparente Berechnungen.
Daraufhin wandte sich neben Bürgermeister auch der Vorsitzende der Gemeindevertretung, Mirko Sänger, an den Zweckverband Komplexsanierung mittlerer Süden (KMS), um die offenen Fragen klären zu lassen.
So wird die Abwassermenge erfasst
Der KMS stellte in seiner Antwort klar, wie die Abrechnung konkret funktioniert.
Demnach werden die angelieferten Abwassermengen auf der Kläranlage mithilfe technischer Messsysteme erfasst.
Anschließend erfolge ein Abgleich mit den Daten der DNWAB mbH sowie den Belegen der Entsorgungsfahrzeuge.
Kleinere Abweichungen seien dabei möglich. Diese könnten laut KMS auf technische und physikalische Gründe zurückzuführen sein und seien im üblichen Rahmen vertretbar.
Kurzzeitige Probleme – aber Kontrolle greift
Der Verband räumt ein, dass es zeitweise technische Einschränkungen gegeben habe.
In diesen Fällen sei eine vollständige Messung und Gegenprüfung nicht möglich gewesen.
Sollten Differenzen auftreten, würden diese jedoch geprüft und entsprechende Maßnahmen eingeleitet, heißt es weiter.
Abrechnung basiert auf Kundenbelegen
Ein zentraler Punkt für viele Bürger: die tatsächliche Berechnungsgrundlage.
Hier stellt der KMS klar, dass die Abrechnung der Entsorgungsleistungen grundsätzlich auf den Kundenbelegen basiert.
Die monatlichen Einzelrechnungen würden summiert und entsprächen vollständig der Gesamtmenge, die durch die Entsorgungsfirma auf der Kläranlage eingebracht wird.
Damit, so die Gemeinde, sei sichergestellt, dass die berechneten Mengen und die tatsächlich entsorgten Mengen übereinstimmen.
Gemeinde will Vertrauen stärken
Mit der veröffentlichten Stellungnahme will die Gemeinde Rangsdorf vor allem eines erreichen: Vertrauen zurückgewinnen.
Die Diskussion um Gebühren und Abrechnung zeigt, wie sensibel das Thema für viele Haushalte ist – gerade in Zeiten steigender Kosten. Umso wichtiger sei es, die Abläufe verständlich und überprüfbar darzustellen.
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