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Unterführung Karl-Marx-Straße: Stillstand sorgt für neuen Streit zwischen Gemeinde und Bahn

Aktualisiert: 2. März

Blankenfelde-Mahlow – Die Unterführung in der Karl-Marx-Straße bleibt weiterhin gesperrt – ein verbindlicher Termin für die Freigabe ist nach Angaben der Gemeinde nicht in Sicht.

Hintergrund ist der komplizierte Anschluss des Trogbauwerks an das bestehende Straßennetz auf der Ostseite.


Technisches Problem mit politischer Sprengkraft


Wie die Verwaltung mitteilt, ist der Höhenunterschied zwischen der aus dem Trog kommenden Fahrbahn und dem vorhandenen Straßenkörper größer als ursprünglich angenommen.

Zusätzlich erschweren unterirdische Versorgungsleitungen die Anbindung.


Der daraus resultierende Mehraufwand für eine verkehrssichere Lösung solle nun – entgegen der bisherigen Verpflichtung – nicht von der DB InfraGO, sondern von der Kommune getragen werden.


Im November 2025 sei die Gemeinde der Bahn bereits entgegengekommen und habe angeboten, Planung und Bau des Anschlusses selbst zu übernehmen – unter finanzieller Beteiligung der Bahn. Diese ausgestreckte Hand sei jedoch nicht weiterverfolgt worden.


Zugleich bemängelt die Gemeinde, dass trotz mehrfacher Nachfragen und offizieller Fristsetzungen bis heute kein verbindlicher Fertigstellungstermin benannt worden sei. Informationen zum weiteren Vorgehen habe man teilweise erst aus der Presse erfahren.


Bürgermeister spricht von fehlender Verlässlichkeit


Bürgermeister Michael Schwuchow findet dazu deutliche Worte. Eine „vertrauensvolle Zusammenarbeit“ stelle er sich anders vor, erklärt er mit Blick auf die stockenden Abstimmungen. Die Gemeinde sei der DB InfraGO „in erheblichem Maße entgegengekommen“, stets mit dem Ziel, die Fertigstellung so schnell wie möglich zu erreichen.


Dabei gehe es nicht nur um technische Detailfragen, sondern auch um „erhebliche finanzielle Mittel“. Vor diesem Hintergrund kündigt Schwuchow an, nun in den gemeindlichen Gremien über das weitere rechtliche und politische Vorgehen beraten zu wollen.


Gemeinde handelt – trotz ungeklärter Zuständigkeit


Unabhängig davon lässt die Kommune derzeit Ver- und Entsorgungsleitungen im erweiterten Baubereich umverlegen – eine Aufgabe, für die ursprünglich ebenfalls die Bahn zuständig gewesen sei. Man tue „alles in unserer Macht Stehende“, so der Bürgermeister, um die Baumaßnahme so schnell wie möglich erfolgreich abzuschließen.


Für Pendler, Anwohner und Gewerbetreibende bedeutet die anhaltende Sperrung weiterhin Umwege und Einschränkungen im Alltag. Wann die Unterführung tatsächlich freigegeben werden kann, bleibt offen.

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