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Für den Krisenfall: Teltow-Fläming baut eigenes Amt für Bevölkerungsschutz auf

15. Okt.
2 Min. Lesezeit

Landkreis Teltow-Fläming - Ein neues Amt, ein Kompetenzzentrum und eine engere Zusammenarbeit mit den Kommunen: Der Landkreis Teltow-Fläming will seinen Bevölkerungsschutz neu aufstellen. Erste Schritte sollen noch im Oktober folgen.


Teltow-Fläming will sich besser auf Krisen und Katastrophen vorbereiten. Zum Internationalen Tag der Katastrophenvorbeugung am 13. Oktober hat der Landkreis den Aufbau eines eigenen Amtes für Bevölkerungsschutz angekündigt. Unter Landrätin Kornelia Wehlan sollen damit neue Strukturen entstehen, um die Vorsorge und das Zusammenwirken der Verantwortlichen zu stärken.


Das geplante Amt soll drei Sachgebiete umfassen. Die Ausschreibungen für die Leitungsfunktionen werden nach Angaben der Kreisverwaltung derzeit vorbereitet. Wie die Sachgebiete konkret zugeschnitten werden und wann das Amt vollständig arbeitsfähig sein soll, geht aus der Mitteilung noch nicht hervor.


Feuerwehrtechnik soll gestärkt werden

Teil der Neuausrichtung ist auch die Weiterentwicklung des Feuerwehrtechnischen Zentrums (FTZ). Dafür sind bauliche Maßnahmen vorgesehen, die mit Mitteln aus dem Infrastruktur-Sondervermögen finanziert werden sollen.


Das FTZ soll künftig ein Bestandteil des geplanten Kompetenzzentrums Bevölkerungsschutz Teltow-Fläming, kurz KomZ-TF, werden. Konkrete Bauvorhaben, Kosten und einen Zeitplan nennt der Landkreis in seiner Ankündigung noch nicht.


Kommunen starten gemeinsame Arbeitsgruppe

Bereits Ende Oktober soll eine neue Facharbeitsgemeinschaft Bevölkerungsschutz ihre Arbeit aufnehmen. In ihr sollen alle Städte und Gemeinden des Landkreises zusammenwirken.

Ein weiterer Baustein ist ein ehrenamtlicher Beirat für Bevölkerungsschutz.


Er soll mit der Besetzung der Amtsleitung gegründet werden und sich am Landesbeirat für Brand- und Katastrophenschutz orientieren. Vorgesehen ist, die Entscheidungsträger aller Blaulicht-Akteure im Kreis zusammenzubringen. Das Gremium soll die Landrätin auch in operativen Fragen beraten.


Der zuständige Beigeordnete Björn Christian Paterok erklärt, mit dem neuen Amt, dem Kompetenzzentrum, der Arbeitsgemeinschaft und dem künftigen Beirat schaffe der Landkreis die Instrumente, die er zur Bewältigung der aktuellen Herausforderungen der Zeitenwende brauche.


Was Bürger selbst vorbereiten können

Neben den neuen Verwaltungsstrukturen verweist der Landkreis auf die Bedeutung der persönlichen Vorsorge. Der Internationale Tag der Katastrophenvorbeugung soll dafür sensibilisieren, Risiken frühzeitig zu erkennen und sich auf mögliche Notsituationen einzustellen.


Dazu gehören beispielsweise ein Vorrat an Lebensmitteln und Getränken, eine Hausapotheke sowie ein vorbereitetes Notgepäck.


In Krisenlagen dienen sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme als erste Hilfe- und Informationspunkte für die Bevölkerung. Informationen dazu stellen der Landkreis Teltow-Fläming und das Brandenburger Innenministerium bereit.

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