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Ideen für die Stadt von morgen: Schinkel-Wettbewerb rückt Luckenwalde in den Fokus

Luckenwalde - Wie könnte sich Luckenwalde künftig weiterentwickeln? Mit dieser Frage haben sich junge Planerinnen und Planer aus ganz Europa im Rahmen des traditionsreichen AIV-Schinkel-Wettbewerbs beschäftigt.


Nun stehen die Preisträger fest: Insgesamt zwölf Arbeiten wurden ausgezeichnet, darunter zwei mit dem renommierten Schinkelpreis.


Der diesjährige Förderwettbewerb des Architekten- und Ingenieurvereins zu Berlin-Brandenburg (AIV) stand unter dem Titel „Luckenwalde – Stadt im Wandel neu denken“.


Im Mittelpunkt der Aufgabenstellung stand ein innerstädtisches Areal zwischen Bahnhof, ehemaliger Burg und Innenstadt – ein Gebiet, das Leerstände, frühere Industrieflächen, landschaftliche Potenziale und Wohnlagen miteinander verbindet.


Ideen für ein Modellquartier

Nicole Zahner aus dem AIV-Schinkel-Ausschuss erklärte, Luckenwalde stehe beispielhaft für viele Städte mit industrieller Vergangenheit. Nach Phasen des wirtschaftlichen Niedergangs gelte es nun, neue Perspektiven zu entwickeln.


Ziel des Wettbewerbs sei daher ein Leitbild für ein Modellquartier gewesen, das den Wandel der Stadt aktiv gestaltet und neue Impulse setzt.


Insgesamt gingen 140 Beiträge junger Planerinnen und Planer ein. Sie arbeiteten in verschiedenen Fachrichtungen – darunter Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Mobilität, Ingenieurbau und Freie Kunst.


Für die besten Arbeiten wurden Preisgelder in Höhe von insgesamt 28.000 Euro vergeben.


Zwei Schinkelpreise für innovative Entwürfe

In der Kategorie Architektur erhielt der Entwurf „Logic of Luckenwalde“ den Schinkelpreis.

Die Jury würdigte insbesondere den Ansatz, ehemalige Industriestandorte zu urbanen Treffpunkten mit gemischten Nutzungen aus Wohnen, öffentlichen Räumen und landwirtschaftlicher Produktion weiterzuentwickeln.


Auch nachhaltige Materialkreisläufe spielten in dem Konzept eine zentrale Rolle.

Der Schinkelpreis im Städtebau ging an den Entwurf „DAZWISCHENstadt“. Nach Einschätzung der Jury entwickle die Arbeit eine klare Vision für das Quartier und greife vorhandene Strukturen sensibel auf.


Einzelne Ideen – etwa ein Campus an der Beelitzer Straße oder neue Nutzungen rund um die Alte Feuerwache an der Nuthe – könnten laut Jury auch konkrete Impulse für die Stadtentwicklung geben.


Ausstellung und Schinkel-Fest in Luckenwalde

Die prämierten Arbeiten werden ab dem 13. März in der Hochschulpräsenzstelle im Gewerbehof Luckenwalde ausgestellt. Die Ausstellung ist bis zum 2. April zu sehen.


Am selben Tag findet außerdem das traditionelle Schinkel-Fest statt. Die Veranstaltung im Stadttheater Luckenwalde erinnert jährlich an den Geburtstag des berühmten Architekten Karl Friedrich Schinkel und würdigt die Gewinnerinnen und Gewinner des Wettbewerbs.


Der Schinkel-Wettbewerb wird seit 1855 ausgerichtet und gilt als einer der bedeutendsten Nachwuchspreise für Planerinnen und Planer in Deutschland. Ziel ist es, junge Talente zu fördern und gleichzeitig neue Ideen für die Stadtentwicklung anzustoßen.

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